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Aon Political Risk Map 2009: Politische Stabilität könnte nächstes Opfer der Kreditkrise sein

Hamburg, 28. Januar 2009 – In 2009 werden voraussichtlich die politischen Auswirkungen der globalen Kreditkrise spürbar werden, so die Einschätzung der Experten von Aon bei der Veröffentlichung der 16. Political Risk Map.In einem internationalen Webcast erläuterten Aon-Experten, wie sich die von der Kreditkrise hervorgerufene wirtschaftliche Instabilität auf die politische Stabilität auswirken könnte.

Dazu Frederik C. Köncke, Leiter von Aon Crisis Management in Deutschland: „Die diesjährige Risk Map zeigt, wie sich die Kreditkrise von einem wirtschaftlichen zu einem politischen Problem verschieben könnte. Bei einer Konjunkturabschwächung stehen einer Regierung weniger Ressourcen zur Verfügung, um entstehende Schwierigkeiten sofort meistern zu können, was zu politischer Instabilität führen kann." Köncke weiter: „Wir sehen dies insbesondere in mehreren osteuropäischen Ländern sowie in Island und Griechenland, wo ein Anstieg bei den Devisenverkehr- und staatlichen Zahlungsausfallrisiken sowie eine Zunahme der Massenproteste und Straßenunruhen zu verzeichnen sind."Die neue Kategorie „Very High Risk" Im vergangenen Jahr hat sich die Lage in sieben „High Risk"-Ländern stark verschlechtert. Die Lücke zwischen diesen sieben Ländern – Afghanistan, Demokratische Republik Kongo, Iran, Irak, Nordkorea, Somalia und Simbabwe – und den anderen „High Risk"-Ländern macht Aon durch die Einrichtung einer „Very High Risk"-Kategorie deutlich.

Dazu noch einmal Köncke: „Das Gefahrenniveau in diesen Ländern wird zunehmend größer. Die Situation hat einen Punkt erreicht, an dem eine Versicherungsdeckung nicht immer verfügbar ist – obwohl es uns gelungen ist, sie Kunden in einigen dieser Länder zu verschaffen."Die Rohstoffkrise Die diesjährige Risk Map enthält eine „Commodity Crunch Exposure Matrix", die angibt, welche Länder bei einem weiteren Verfall der Rohstoffpreise – wie von einigen Beobachtern rognostiziert – 2009 am anfälligsten für politische Instabilität sind.

„Die Volatilität der globalen Rohstoffpreise in den 1970ern und frühen 1980ern trug in einer Reihe von Ländern zu politischer und wirtschaftlicher Instabilität bei", erklärt Frederik Köncke. „Länder, die bis vor kurzem noch von den sehr hohen Rohstoffpreisen profitierten, könnten mit deren Verfall unter Druck geraten. Wir sprechen hier insbesondere über Öl, Erze und Mineralien"

Köncke weiter: „Interessanterweise setzt sich der letztes Jahr vorherrschende Trend zur Verstaatlichung der Ressourcen im Zuge steigender Rohstoffpreise fort, obwohl die Preise inzwischen fallen."

Bewegungen in der Mitte

Als Beispiel für die allgemeine Erhöhung der Risikostufen weltweit zeichnete sich das vergangene Jahr durch eine erhebliche Verlagerung von der „Low Risk"-Kategorie zur „Medium-Low"-Kategorie aus. Sechs osteuropäische Länder – Estland, Lettland, Litauen, die Slowakei, Slowenien und Ungarn – sowie Griechenland und Island wurden entsprechend eingestuft. Dagegen wurden vier „High Risk"-Länder – Malawi, Moldawien, Syrien und Turkmenistan – in die Kategorie „Medium-High Risk" hochgestuft.

Veränderungen 2009

13 Länder wurden auf eine niedrigere Risikostufe aufgewertet: Algerien, Benin, Kamerun, Kolumbien, Kuwait, Lesotho, Libyen, Malawi, Marokko, Moldawien, Syrien, Tunesien und Turkmenistan.

18 Länder wurden auf eine höhere Risikokategorie herabgestuft: Afghanistan, Demokratische Republik Kongo, Estland, Griechenland, Irak, Iran, Island, Lettland, Litauen, Malaysia, Mauretanien, Nordkorea, die Slowakei, Slowenien, Somalia, Thailand, Ungarn und Simbabwe.

Dazu abschließend Frederik Köncke: „Viele Unternehmen und Branchen blicken in eine ungewisse Zukunft. Wie sich zudem einige dieser Schwierigkeiten, wie beispielsweise die Rohstoffkrise, genau auswirken werden, ist unklar. Angesichts der anhaltenden Veränderungen der weltwirtschaftlichen Lage bietet die Political Risk Map unseren Kunden das passende analytische Instrument, die jeweilige Situation zu prüfen und zu ermitteln, welche Auswirkungen sie auf Wachstum, Nachhaltigkeit und Rentabilität haben könnte."

 

Ansprechpartner der Presse

Aon Jauch & Hübener Holdings
Zentralbereich Marketing & Communications
Sandra M. Lahnstein
Tel.: 040 – 3605-3598
Sandra_Lahnstein@aon.de

 

Zur Political Risk Map
Aon stufte das politische und wirtschaftliche Risiko von 209 Ländern und Staatsgebieten ein, wobei folgende Risiken gemessen wurden: die Nichtkonvertierbarkeit der Währung und der Währungstransfer; Streiks, Aufstände und Bürgerunruhen; Krieg; Terrorismus; Forderungsausfälle gegenüber dem Staat; politische Interventionen; Unterbrechung der Zulieferkette; gesetzliche und ordnungspolitische Risiken. Die Risiken werden in die Risiko-Kategorien „Low", „Medium-Low", „Medium", „Medium-High", „High" und „Very high" eingestuft.

Die Ergebnisse der Studie sind in der "Political Risk Map 2009" detailliert aufgeführt, die von Aon in Zusammenarbeit mit Oxford Analytica, einem internationalen Beratungsunternehmen, durchgeführt wurde. Die Untersuchung von Oxford Analytica basiert auf Beiträgen eines weltweiten Netzes von über 1.000 Experten, um eine unabhängige Beurteilung der geopolitischen Risiken zu gewährleisten. Die Political Risk Map wird jährlich von Aon Risk Services, einem Unternehmensbereich der Aon Corporation, veröffentlicht. Aon bietet seit 1912 Dienstleistungen und Beratung zu politischen Risiken und Kreditversicherung mit mehr als 400 Spezialisten in 60 Standorten.

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