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Most wanted: Germany´s next Top IT-Specialist ... und wie diese Techies vergütet werden möchten. 


Der zunehmende Wettbewerb im digitalen Zeitalter macht eine Transformation von Unternehmen in vielen Bereichen erforderlich, dazu gehört auch ein Umdenken beim Vergütungssystem. Schon heute setzen viele Technologieunternehmen auf Programme, mit denen sie Mitarbeiter gezielt für den Erwerb gefragter Fähigkeiten entlohnen. 

Traditionelle Vergütungsmodelle gelten aufgrund der von Natur aus disruptiven Eigenschaften der Technologie zunehmend als nicht mehr zeitgemäß. Denn hochqualifizierte Mitarbeiter, Spezialisten, sind heute in allen Unternehmensbereichen äußerst gefragt, um aktuelle oder zukünftige Qualifikationslücken schnell zu schließen oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Doch gerade hier stoßen klassische Vergütungsstrukturen schnell an ihre Grenzen. Eine Möglichkeit, sowohl heute als auch in Zukunft alle erforderlichen Kompetenzen im Unternehmen zu halten, ist die Einführung eines kompetenzbasierten Vergütungsprogramms, genannt Skill-based Compensation, das bestehende Mitarbeiter u.a. durch die Ausschüttung temporärer Boni dazu ermutigt, regelmäßig neue Qualifikationen zu erwerben.

Vor allem im Bereich der Fertigung sind viele Unternehmen bereits mit kompetenzbasierten Vergütungsprogrammen vertraut und nutzen diese dazu, die Fähigkeiten der Mitarbeiter zu fördern. Die Vorteile dieser Vergütungssysteme lassen sich aber auch speziell in Technologieunternehmen nutzen, um mit den rasanten technologischen Entwicklungen Schritt zu halten. 

Kompetenzbasierte Vergütung in Technologieunternehmen

Viele Unternehmen erhöhen vor allem die Zahl ihrer Mitarbeiter, um ihre Wachstumsstrategie voranzutreiben sowie gefragtes Wissen und die Beherrschung neuester technologischer Fortschritte in ihr Unternehmen zu holen. Eine denkbare Alternative ist die Einführung eines kompetenzbasierten Vergütungsprogramms, mit dem es gelingen kann, die aktuellen Mitarbeiter angemessen zu qualifizieren, anstatt sich ausschließlich auf die Einstellung neuer Talente mit den gewünschten Fähigkeiten zu konzentrieren. 

Die Beförderung von hochtalentierten Techies zur Führungskraft als verdecktes Retention Mittel ist nicht mehr zeitgemäß. In Zeiten von flachen Hierarchien sollten Spezialisten auch ohne Führungsaufgabe fair über ihre kompetenzbasierten Fähigkeiten entlohnt werden. 

Diese kompetenzbasierte Vergütung soll digitale Fähigkeiten in ein Unternehmen bringen, die Rolle des einzelnen Mitarbeiters stärken und es Unternehmen ermöglichen, mit technologischen Veränderungen Schritt zu halten. Es entlastet auch diejenigen Mitarbeiter, die bisher das Gefühl hatten, nur durch die Erreichung höherer Führungspositionen in der Organisation voranzukommen, und sich jetzt auf ihre Spezialisierung, z.B. in der Entwicklung von Technologien, Produkten und Dienstleistungen konzentrieren zu können. 

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Kompetenzen, die unsere Kunden als „schwer zu gewinnen & zu halten“ nennen. Wenig überraschend ist, dass die Kompetenzen des Spezialisten in allen Bereichen mit Abstand am gefragtesten sind. 
 

Grundstein für den Erfolg

Um ein kompetenzbasiertes Vergütungsprogramm erfolgreich zu implementieren, sollten Unternehmen ausreichend Zeit und Ressourcen in die Schulung von Managern und Personalverantwortlichen investieren und ihren Mitarbeitern das Programm ansprechend vermitteln. Nur so kann das neue Vergütungsmodell seine volle Wirkung entfalten und von Mitarbeitern und Führungskräften mitgetragen werden.

In der Ära sich schnell entwickelnder Technologie profitieren Unternehmen von der Einführung eines kompetenzbasierten Vergütungsprogramms. Sie stellen damit sicher, dass aktuelle und hochmoderne Fähigkeiten in ihrer Organisation erhalten bleiben und bestehende Mitarbeiter weiterqualifiziert werden, anstatt Mitarbeiter in einem wettbewerbsorientierten Einstellungsumfeld laufend zu ersetzen. Jedoch erfordert die Einführung eines kompetenzbasierten Vergütungsprogramms eine laufende Kalibrierung. Vor dem Hintergrund von Prognosen, laut derer in 15 Jahren 40 Prozent der Arbeitsplätze durch künstliche Intelligenz ersetzt werden, können neue, mit Innovationen verbundene Vergütungsprogramme ein äußerst probates Mittel zur Gewinnung der benötigten Top-Techies sein. 

Mehr Informationen, wie sich ein kompetenzbasiertes Vergütungsprogramm implementieren lässt, erhalten Sie bei Ian D. Karcher unter rewards-solutions@aon.com

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