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Absicherung international mobiler Arbeitnehmer – heute mehr im Fokus denn je


Immer mehr Unternehmen – auch Klein- und Mittelstandsbetriebe – werden im Zuge der Globalisierung international tätig und senden Mitarbeiter auf Dienstreisen oder auf Entsendung ins Ausland.

Diese Tatsache stellt Versicherungs- und Personalabteilungen vor zunehmend große Herausforderungen. Einerseits soll kostenoptimiert versichert werden, andererseits muss – unter Rücksichtnahme auf die gesetzliche Fürsorge­pflicht und um die besten Mitarbeiter fürs eigene Unternehmen zu überzeugen - auf eine Versicherungslösung geachtet werden, die den zunehmend hohen Standards entspricht.
 
Compliance im Blickpunkt
 
Vor allem die Compliance-Thematik hat für die internationalen Krankenversicherungen in den vergangenen Jahren rasant an Bedeutung zugenommen. Darunter versteht man vereinfacht gesagt, dass die Versicherung für jeden Mitarbeiter in dem Land, in dem er sich gerade aufhält, alle nationalen und internationalen Standards gesetzeskonform erfüllt. Drei von vier Unternehmen können nach aktuellen Umfragen nicht ausschließen, dass es zu Compliance-Verstößen im Rahmen der Entsendepolitik ihrer Firma kommt. Dabei drohen in vielen Ländern teils drastische Strafen gegen den betroffenen Mitarbeiter und den Arbeitgeber, die bis hin zur Ausweisung aus dem jeweiligen Land reichen können.
 
Mit der Krankenversicherung allein ist es nicht getan
 
Neben der bestmöglichen Krankenversicherung für langfristig Entsandte und Dienstreisende ist es wichtig, ein gutes Gesamtpaket zu schnüren. So sollte zum Beispiel nicht nur Krankheit, sondern auch das Leben der Mitarbeiter entsprechend abgesichert sein. Darüber hinaus empfiehlt sich noch eine gute Reisegepäck- sowie Reisestornoversicherung. Und leider muss man sich in diesen Zeiten auch – je nach Reiseland – mit anderen Gefahren wie zum Beispiel Entführung und Lösegeldforderungen auseinandersetzen, um im Falle eines Falles gerüstet zu sein.
 
Unterwegs in Europa ohne A1?
 
Und oftmals beginnt Entsendemanagement schon direkt vor der Haustür. Wie viele der Mitarbeiter, die für ein Unternehmen in Europa reisen, führen ein korrektes – gesetzlich vorgeschriebenes - A1-Formular einer deutschen Krankenkasse mit sich? Und wurden ihre Mitarbeiter schon kontrolliert? Dies kann erhebliche Konsequenzen für Arbeitnehmer (sofortige Einstellung der Tätigkeit) und Arbeitgeber (bis hin zur Nachzahlung von Sozialversicherungsbeträgen) nach sich ziehen. Rund um diese Thematik ist es von Bedeutung, tagesaktuell informiert zu sein.
 
Mehr Dienstreisen, mehr Aufwand für die Unternehmen
 
Ein interessanter Nebenaspekt für Unternehmen: Dienstreisen werden nach wie vor mehr, aber dafür kürzer angesetzt und kostenbewusster durchgeführt. Im Jahr 2018 zum Beispiel haben deutsche Unternehmen ihre Mitarbeiter 189,6 Mio. mal auf Dienstreise gesendet (Vergleich 2015: 182.7 Mio.). Der mit Abstand größte Anteil dieser Reisen wird übrigens von Unternehmen zwischen 10 und 500 Mitarbeitern durchgeführt (156,3 Mio. in 2018; Quelle: VDR-Geschäftsreiseanalyse 2019, 17. Ausgabe). Die Entwicklung sollten Unternehmen ebenfalls im Blick behalten.
 
Internationale Dienstreisen bzw. Entsendungen und deren korrekte Versicherung ist ein Thema, das für viele Unternehmen immer mehr an Wichtigkeit gewinnt – im Schadensfall kommt es oft auf Minuten oder Stunden an. Eine korrekte und gesetzeskonforme Lösung erspart dem Unternehmen hier sowohl finanziellen als auch Reputations­schaden.
 
Aon unterhält ein internationales Team von Experten, das Kunden bei der Umsetzung individueller Lösungen berät. Weitere Informationen erhalte Sie bei Harald Gruber.
 

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