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Wachsendes Kundeninteresse an Nachhaltigkeit bei der Kapitalanlage


Mitte 2019 führte Aon wieder eine Umfrage unter institutionellen Anlagern hinsichtlich deren Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit bei der Kapitalanlage durch.  Daran nahmen 229 Investoren aus Nordamerika und Europa teil, darunter private und öffentliche Vorsorgeeinrichtungen, Versicherer, Stiftungen und Family Offices.
 
Im Vergleich zu unserer Erhebung von 2018 hat das Thema Nachhaltigkeit (vielfach mit dem englischsprachigen Kürzel ESG (Environmental, Social, Governance) bezeichnet) auf breiter Front weiter an Bedeutung gewonnen. Insgesamt 85 Prozent der diesjährigen Teilnehmer beschrieben die Beachtung von ESG-Kriterien als wichtig (2018: 68 Prozent).  Besonders auffällig war der Anstieg in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien sowie bei den Firmenpensionskassen.
 
Der Anteil der institutionellen Anleger, die bereits eine formale ESG-Anlagepolitik in die Praxis umgesetzt haben, stieg im Jahresvergleich von 40 Prozent auf 44 Prozent. Weitere 24 Prozent der Befragten gaben an, gerade an einer ESG-Implementierung zu arbeiten (2018: 14 Prozent). 29 Prozent der Investoren haben mittlerweile spezifische Mitarbeiter für das Thema Nachhaltigkeit ernannt, im Jahr zuvor waren es noch 20 Prozent gewesen.
 
Ein auffallend hoher Anteil von kleineren institutionellen Anlegern bezeichnet das Thema ESG als ‚mission critical‘; eigene Mitarbeiter als für dieses Thema Verantwortliche vorhalten, können aber in der Regel nur die ganz großen Anleger. Auch deuten die Umfrageergebnisse darauf hin, dass viele Teilnehmer Nachhaltigkeitsorientierung im ersten Schritt nur für Teile ihrer Investmentportfolios umgesetzt haben.
 
Warum sich institutionelle Anleger mit dem Thema Nachhaltigkeit befassen
 
Viele institutionelle Anleger gehen das Thema ESG mit großer Überzeugung an. Druck von den Aufsichtsbehörden, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen, wird ebenfalls oft als Beweggrund genannt. Unter den vielen Motiven für die Einführung von Nachhaltigkeitskriterien sticht aktuell besonders das Thema Klimawandel als Triebfeder heraus. Als weitere überdurchschnittlich wichtige Aspekte werden Sorgen über Nationalismus/Protektionismus und extreme Unterschiede bei der Vermögensverteilung genannt.
 
Unter institutionellen Anlegern herrscht die Meinung vor, dass Kontinentaleuropa in Sachen Nachhaltigkeit der Kapitalanlage eine führende Rolle einnimmt. In den Augen der Teilnehmer hat Großbritannien mit entsprechenden politischen Anstrengungen zuletzt deutlich aufgeholt; in den Vereinigten Staaten wird dagegen in jüngster Vergangenheit eher ein geringeres Augenmerk auf ESG-Themen wahrgenommen.
 
Fazit: Nachhaltigkeit bei der Kapitalanlage ist auf der Agenda der Anleger weiter nach oben gerückt.  Vieles weist darauf hin, dass dieser Trend in den kommenden Jahren anhalten wird. Aon unterstützt institutionelle Anleger weltweit bei der Ausgestaltung und Umsetzung von jeweils passenden ESG-Anlagekonzepten.
 
Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie bei Wolfram Roddewig.
 

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