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Pensions-Sicherungs-Verein setzt Beitragssatz für 2019 fest


Der Pensions-Sicherungs-Verein VVaG (PSVaG) in Köln hat den Beitragssatz 2019 für die gesetzliche Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersversorgung festgesetzt.
 
Aufgrund mehrerer Großinsolvenzen in der zweiten Jahreshälfte 2019 steigt der Beitragssatz auf 3,1 Promille. Der jetzt kommunizierte Beitragssatz ist der höchste Beitragssatz seit dem Allzeithoch des Jahres 2009 von 14,2 Promille. Der Beitragssatz wird auf die von den Arbeitgebern bis 30. September 2019 gemeldete Beitrags­bemessungsgrundlage bezogen.
 
Deutlicher Anstieg des Beitragssatzes gegenüber dem Vorjahr
 
Gegenüber dem Vorjahr ist der Beitragssatz deutlich um 1 Promille-Punkt - von 2,1 auf 3,1 Promille - gestiegen. Zur Mitte des Jahres ging der PSVaG noch von einem Beitragssatz auf Vorjahresniveau aus. In der langfristigen Betrachtung liegt der diesjährige Beitragssatz über dem langjährigen gewichteten durchschnittlichen Beitragssatz von 2,5 Promille.


 
Der PSVaG hat gleichzeitig kommuniziert, dass für das Jahr 2020 zunächst kein Vorschuss gemäß § 10 Abs. 2 Satz 4 BetrAVG erhoben wird. Eine finale Entscheidung soll im ersten Halbjahr 2020 getroffen werden.
 
Handlungsoptionen für Unternehmen sind begrenzt, aber vorhanden
 
Unternehmen, die eine insolvenzsicherungspflichtige Zusageform der betrieblichen Altersversorgung anbieten, müssen vom PSVaG beschlossenen Beitragserhöhungen von Gesetzes wegen grundsätzlich unweigerlich hinnehmen. Eine Möglichkeit, für die Zukunft hohen Beitragsausschlägen in großem Umfang zu entgehen, bietet die Übertragung der Pensionsverpflichtungen auf einen Pensionsfonds. Für Zusagen eines Pensionsfonds fallen nach einer Übertragung gegenüber einer unmittelbaren Pensionszusage um 80 Prozent geringere Beiträge an. In Abhängigkeit vom Verpflichtungsumfang lassen sich durch die Übertragung auf einen Pensionsfonds dauerhaft nennenswerte PSV-Beiträge einsparen. Zusätzlich werden die nominalen Auswirkungen von zukünftigen Beitragserhöhungen deutlich reduziert.
 
Alle Unternehmen, die sich ohnehin Gedanken über die Ausfinanzierung oder Übertragung ihrer Verpflichtungen machen, sollten diese dauerhaften Einsparmöglichkeiten unbedingt in ihre Überlegungen einbeziehen. Gerne ermitteln wir für Sie die Auswirkungen für den Fall der Übertragung auf die UnitedPensions Deutschland AG, den Pensionsfonds von Aon.
 
Für weitere Informationen zum Thema Beitragssatz und Pensionsfonds können Sie Yves Schmid oder Karsten Schürk kontaktieren.

  
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