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Betriebsrentenstärkungsgesetz


Das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) ist seit dem 1. Januar 2018 in Kraft. Ziel des Gesetzes ist es, die betriebliche Altersversorgung sowohl für Arbeitgeber aller Größen als auch für Arbeitnehmer deutlich attraktiver zu machen. Die neuen Regelungen setzen an vielen Stellen wichtige Impulse, erhöhen gleichzeitig aber auch die Komplexität. Hier ist eine umfangreiche Aufklärungsarbeit durch alle Beteiligten erforderlich. Ob das BRSG dauerhaft seinem vielversprechenden Namen gerecht werden kann und zur gewünschten Stärkung der betrieblichen Altersversorgung beiträgt, bleibt abzuwarten.

Die wesentlichen Neuerungen durch das BRSG sind:

  • Einführung reiner Beitragszusagen ohne weitere Arbeitgeberhaftung (tarifvertraglichen Regelungen vorbehalten)
  • Möglichkeit der Gestaltung von Entgeltumwandlungen mit automatischer Einbindung von Arbeitnehmern und Einräumung eines Abwahlrechts (sog. Opting-out-Modelle; tarifvertraglichen Regelungen vorbehalten)
  • Erhöhung und Flexibilisierung des Förderrahmens für steuerfreie Zahlungen von Arbeitgebern an Pensionskassen, Pensionsfonds und Direktversicherungen
  • Pflicht der Arbeitgeber zur Weitergabe der Sozialversicherungsersparnis bei Entgeltumwandlung an die gewählte Versorgungseinrichtung in Höhe von pauschal 15 % des Umwandlungsbetrages bzw. der tatsächlich eingesparten Sozialversicherungsbeiträge (Inkrafttreten erst zum 1. Januar 2018 bzw. 1. Januar 2022)
  • Einführung eines bAV-Zulagenmodells für Geringverdiener mit einem monatlichen Arbeitslohn von max. 2.200 EUR
  • Erhöhung der Riester-Grundzulage auf jährlich 175 EUR und Vereinheitlichung der sozialversicherungsrechtlichen Behandlung von Leistungen aus privaten Riesterverträgen und Riesterverträgen in der betrieblichen Altersversorgung
  • Beschränkung der Anrechnung betrieblicher Versorgungen auf die Grundsicherung.
Unser Whitepaper zum Betriebsrentenstärkungsgesetz (dt. und eng.) bietet einen ausführlichen Überblick über die Eckpfeiler des BRSG mit Auswirkungen und Handlungsempfehlungen für die Durchführungswege Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds.

Darüber hinaus informieren wir Sie gerne über die Ergebnisse unserer Studie „BRSG-Realitätscheck mit Arbeitnehmern und Arbeitgebern 2018“.