PRESSEMITTEILUNG
Aon Human Capital Trends Studie 2026: Warum Human Capital Investitionen bei Mitarbeitenden oft nicht ausreichend ankommen
HAMBURG, 3. Juni 2026 – Aon, ein weltweit führendes Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, hat seine Human Capital Trends Studie 2026 veröffentlicht. Die Studie zeigt: Unternehmen investieren massiv in attraktive Beschäftigungsbedingungen sowie in digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI). Während viele Arbeitgeber davon ausgehen, ihrer Belegschaft bereits ein ausreichendes Benefit-Angebot zu bieten, fällt die Wahrnehmung auf Seiten der Mitarbeitenden jedoch deutlich verhaltener aus. Auch bei KI-Investitionen offenbart sich eine ausgeprägte Lücke – zwischen den technologischen Möglichkeiten und den dafür erforderlichen Kompetenzen der Mitarbeitenden. Vor diesem Hintergrund beleuchtet die Studie, wie sich diese Diskrepanzen konkret in der Praxis zeigen und welche Konsequenzen sich daraus für Unternehmen ergeben.
Wahrnehmungslücke zwischen Arbeitgeberanspruch und Employee Experience
Besonders deutlich wird das Ungleichgewicht zwischen Anspruch und Wirkung bei Themen wie Wellbeing oder personalisierten Benefits. Während Arbeitgeber ihre Investitionen in diese Bereiche überwiegend als ausreichend einschätzen, fällt die Bewertung durch Mitarbeitende deutlich zurückhaltender aus. Global sind 84 % der Unternehmen überzeugt, mit ihrer Wellbeing Strategie die Bedürfnisse der Belegschaft zu erfüllen. Gleichzeitig bewerten nur 25 % der befragten Mitarbeitenden das Commitment der Unternehmensführung zu diesem Thema als stark und sichtbar. In Deutschland liegt diese Diskrepanz noch deutlicher bei 83 % gegenüber 13 %.
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Benefits und Personalisierung: 72 % der Mitarbeitenden weltweit halten personalisierte Benefits für wichtig oder sehr wichtig, jedoch bieten nur 33 % der Unternehmen derzeit entsprechende Möglichkeiten an. In Deutschland liegen die Werte bei 52 % versus 30 %. „Viele Unternehmen investieren heute so viel wie nie zuvor in HR, Benefits und Weiterentwicklung. Entscheidend ist jedoch nicht allein, dass investiert wird, sondern wie diese Investitionen bei Mitarbeitenden ankommen.“ sagt Rafael Krönung, CEO Human Capital von Aon Deutschland. „Dort, wo Sichtbarkeit, Relevanz und Verständlichkeit fehlen, entsteht eine ‘Perception Gap’ – mit dem Ergebnis, dass die beabsichtigten positiven Effekte auf Engagement und Bindung nicht erreicht werden“.
KI-Kompetenzen der Mitarbeitenden parallel zur technologischen Einführung ausbauen
Viele Unternehmen haben KI eingeführt (weltweit 73 %, in Deutschland 93 %) und erwarten neue Geschäftschancen und mehr Effizienz. Doch die Qualifizierung der Mitarbeitenden hält mit dem Tempo der Einführung oft nicht Schritt. So geben weltweit nur 6 % der Unternehmen an, dass in den vergangenen zwölf Monaten mind. 80 % der Belegschaft an KI bezogenen Weiterbildungs- oder Umschulungsmaßnahmen teilgenommen hat. In Deutschland liegt der Wert bei 7 %. Für eine skalierbare digitale Transformation sind daher gezielte Investitionen in KI-Kompetenzen nötig. „Technologie allein wird die gewünschten Ergebnisse für die Unternehmen nicht liefern“, unterstreicht Rafael Krönung. „KI bietet enorme Wachstumschancen – vorausgesetzt, Organisationen entwickeln Menschen, Strukturen und Führung parallel weiter, um deren Potenziale zu heben. Die Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden konsequent zur Nutzung von KI befähigen, werden diejenigen sein, die hieraus echten Mehrwert schöpfen“.
Faktor Mensch bleibt für Wertschöpfung zentral
Die Studie macht deutlich, dass die Wertschöpfung von KI in Organisationen entscheidend von den Fähigkeiten ihrer Mitarbeitenden abhängt. Wettbewerbsvorteile entstehen dort, wo Unternehmen diese Kompetenzen gezielt entwickeln. Der Faktor Mensch bleibt zentral. Umso wichtiger ist es daher, dass es den Unternehmen gelingt, ihre Employee Value Proposition – das Gesamtangebot an ihre Mitarbeitenden – wirksam zu vermitteln.